Der Kommissionierautomat –
innovative Technik in der Apotheke
Viele Apothekenkunden haben in den letzten Wochen neben unserem Apothekenteam auch Handwerker in unseren Räumen entdeckt. Der Betrieb lief komplett weiter und dennoch wurde gewaltiges geleistet. Auf die Frage: “was wird denn gemacht?“ antwortete ich häufig mit einem Schmunzeln: „wir pensionieren unsere Schubladen!“ Etwas ungläubige Blicke erntete ich regelmäßig.
 
 

Zunächst wurden tatsächlich 272 Schubladen umgesetzt, auf Flächen die wir sonst zur Warenbewirtschaftung zur Verfügung haben. Denn wir wollten unsere Kunden natürlich während des gesamten Umbaus weiter mit dem ganzen Warensortiment bedienen. Auf der großen Freifläche in der Mitte baute uns die Firma Rowa dann in einer Woche einen Kom-missionierautomaten auf. „Was ist das?“  fragen Sie. Diese Maschine funktioniert wie ein Hochregallager, nur ist sie eben für Apothekendimensionen geschaffen. Wir legen also unsere Lieferung des Arzneimittelgroßhandels oder des Arzneimittelherstellers auf ein Fließband und der Automat räumt mit einem Greifarm das Medikament in ein Fach. Wenn wir nun ein Rezept beliefern wollen, geben wir Ihre Verschreibung oder Ihren sonstigen Arzneimittelwunsch an unseren Kassen in den Computer ein und der Greifarm schickt uns das Medikament wieder über ein Laufband direkt an die Kasse. Das geht so schnell, dass oft der Artikel schon parat liegt  bis wir den zweiten eingetippt haben. Selbst Kühlartikel werden in einem integrierten Kühlschrank bei 5° C aufbewahrt.

„Was hat das nun für einen Vorteil?“ fragen Sie. Wir müssen nun nicht mehr von unseren Kunden weglaufen zu den einzelnen Schubladen, sondern wir können uns ganz der Beratung widmen. Wir haben also mehr Zeit für eine gründliche Arzneimittelinformation, die den Patienten zugute kommt. Wir können noch ausführlicher Kundenfragen beantworten und haben auch unsere Lieferkapazität verbessert, denn über 10.000 Packungen haben in unserem Automaten Platz.

Gerne laden wir Sie ein, einen Blick in die Maschine zu werfen. Übrigens erst ca. 3% der deutschen Apotheken bedienen sich dieser innovativen Technik!

Nebenbei haben wir unsere Regale hinter den Kassen vergrößern können, so dass wir noch mehr Arzneimittel präsentieren können.

An dieser Stelle danke ich allen Handwerkern (Schreiner, Elektriker, Gipser, Türenbauer, Computerspezialisten, Maschinenbauern und unserem Architekt) die termingerecht gearbeitet haben. Ein besonderer Dank gilt aber unserem Apothekenteam, das trotz „Baustelle“ gut gelaunt den Tagesablauf bewältigt hat und ein ganzes Wochenende geopfert hat um die Maschine mit den Medikamenten zu befüllen.

Ihr Michael Dohm

 
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